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Deutsches Rotes Kreuz Stuttgart-Feuerbach
Samstag, 19. Mai 2012
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Was Sie als Blutspender über AIDS wissen müssen



Inhalt
Was bedeutet AIDS? Wie wird das HIV-Virus übertragen?
Wie zeigen sich AIDS-Symptome?
Wie wird verhindert, daß AIDS durch Blutrtransfusionen übertragen wird? Was sollten Sie tun, wenn Sie zu einer gefährdeten Gruppen gehören?
Sind Blutspender durch die Blutentnahme gefährdet?

AIDS ist eine Abkürzung für "Aquired Immune Defiency Syndrome", zu deutsch: "Erworbenes Immunmangel-Syndrom".

AIDS ist eine Viruserkrankung, die durch das HIV(Human Immune Deficiency Virus) - das sogenannte AIDS-Virus - übertragen und verursacht wird.

Was bedeutet AIDS?

AIDS ist eine schwere, schleichend verlaufende Erkrankung des menschlichen Abwehrsystems, die Anfang der 80er Jahre entdeckt wurde. Durch die Schwächung und schließlich durch das Versagen der Immunabwehr wird der AIDS-Kranke nicht mehr mit den ihn umgebenden natürlichen Keimen fertig. Folge dieser Abwehrschwäche sind häufige und schwere Infektionen. Sehr viel seltener können auch Hauttumore in Form von blauroten Schwellungen auftreten. Bislang ist eine Heilung von AIDS nicht möglich, wohl aber eine Behandlung. Deshalb müssen wir alle, auch Sie, mithelfen, die weitere Ausbreitung und Übertragung von AIDS zu verhindern.

Wie wird das HIV-Virus übertragen?

Das Virus (HIV= wird durch den direkten Kontakt mit Blut sowie Samen und Scheidenflüssigkeit von infizierten Personen übertragen. Das HIV bereitet sich daher nicht wie Grippe durch alltägliche Kontakte aus. Nicht jeder, der infiziert ist, erkrankt an AIDS, aber jeder, der infiziert ist, kann andere anstecken. Die vielverbreitete Meinung, daß nur Angehörige der sogenannten Risikogruppen wie homo- oder bisexuelle Männer oder Drogensüchtige gefährdet sind, ist unrichtig. Vielmehr kann ein einziger ungeschützter Geschlechtsverkehr (ohne Kondom) mit einem infizierten Menschen genügen, um sich anzustecken. Dabei ist zu bedenken, daß viele Infizierte über Jahre völlig gesund sind, ohne daß sie von ihrer Infektion wissen. Von diesen Personen wird das AIDS-Virus am ehesten übertragen, da sie selbst keine Krankheitssymptome aufweisen

Wie zeigen sich AIDS-Symptome?

  • Lymphdrüsenschwellungen an Hals, Nacken, Achselhöhle oder Leiste mit oder ohne Schmerzen, die länger als 1 Monat andauern
  • rosa oder blaurote Flecken oder Beulen auf der Haut, innerhalb des Mundes, der Nase, der Augenlider und des Enddarms. Sie sind meistens schmerzlos und härter als die umgebende Haut
  • weiße Flecken oder ungewöhnliche Beläge im Mund, die nicht verschwinden
  • unerklärlicher Gewichtsverlust von mehr als 5kg innerhalb von 2 Monaten
  • unerklärliches Fieber, das länger als 10 Tage anhält
  • wochenlange nächtliche Schweißausbrüche
  • anhaltender Husten und/oder Kurzatmigkeit, die nicht von einem grippalen Infekt oder vom Rauchen herrühren
  • anhaltender, unerklärlicher Durchfall

Wichtig: Alle oben genannten Symptome können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, trotzdem dürfen Personen mit einem oder mehreren dieser Symptome nicht Blut spenden.

Wie wird verhindert, daß AIDS durch Bluttransfusionen übertragen wird?

Alle Personen, die den geringsten Verdacht haben, daß Sie sich auf einem der oben genannten Übertragungswege angesteckt haben, dürfen kein Blut spenden.

Seit 1985 werden alle Blutspenden auf Antikörper gegen das HIV-Virus getestet, seit 1989 auch auf das HIV-2-Virus, um ein mögliches Übertragungsrisiko auf ein Minimum einzuschränken. Blutspenden, bei denen der Test positiv ausfällt oder uns der Spender über den anonymen Spenderausschluß signalisiert, daß er einen Risikokontakt hatte, werden virusinaktiviert und vernichtet.

Die Testergebnisse der letzten Jahre bei Blutspendern zeigen, daß in Deutschland die Gefahr, HIV durch Blut zu übertragen, durch all diese Maßnahmen verschwindend gering ist. Wir schätzen das Risiko mit etwa 1 zu 1 Million ein. Dazu haben Sie sicher durch Ihr verantwortungsbewußtes Spenden mit beigetragen.

Die Prävalenz (Ansteckungsrate der HIV-Infektion) in der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik Deutschland kann nur geschätzt werden. Sie ist aber wahrscheinlich kleiner als 0,1%. Bei den Blutspendern der DRK-Blutspendedienste, die seit dem Frühsommer 1985 alle Spenden auf den HIV-Antikörper testen, wird die Prävalenz mit 1 bis 2 pro 100 000 ermittelt.

Testergebnisse von Blutspendern, die auf eine stattgefundene Infektion mit HIV-Virus hinweisen, werden unter strenger Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht durch den von Ihnen benannten Arzt oder durch uns an Sie weitergegeben

Was sollten Sie tun, wenn Sie zu einer gefährdeten Gruppen gehören?

Sie dürfen nicht Blut spenden. Blutspenden ist kein geeigneter Weg, um zu erfahren, ob Sie HIV-infiziert sind. Wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens oder an eine der AIDS-Beratungsstellen beim nächstgelegenen Gesundheitsamt oder in den großen Kliniken. Sollten Sie Zweifel über einen Risikokontakt haben, wenden Sie sich bitte an den untersuchenden Arzt, der Ihre Angaben aufgrund seiner Schweigepflicht selbstverständlich vertraulich behandelt und Sie weiter berät. Bitte kreuzen Sie bei Verdacht auf dem Selbstausschluß-Wahlzettel auf jeden Fall das rote Feld an: "Mein Blut soll nicht für Kranke und Verletzte verwendet werden".

Sind Blutspender durch die Blutentnahme gefährdet?

Nein, es besteht für den Spender keine Ansteckungsgefahr, da alle bei der Blutentnahme verwendeten Geräte steril sind und nur einmal benutzt werden.



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Letztes Update: 21. April 2012