Einleitung
Das Deutsche Rote Kreuz hat in seiner Aufgabenstellung schon immer dem Schutz der Bürger bei
Großschadensereignissen und Katastrophen große Bedeutung beigemessen. |
| Für die Bewältigung eines sogenannten Massenanfall von Verletzten und Betroffenen (MANV)
stehen innerhalb des DRK u.a. die Einsatzeinheiten (EE) zur Verfügung. Die Einsatzeinheit ist
multifunktional aus verschiedenen Teileinheiten zusammengesetzt und damit in der Lage, entweder
als geschlossene Einheit oder mit einzelnen Komponenten, den Rettungsdienst bei der Versorgung
von Verletzten und Betroffenen zu unterstützen. Man unterscheidet zwischen den Komponenten
Führung,
Sanität,
Betreuung,
Verpflegung sowie
Technik und Sicherheit. Die Personalstärke einer
Einsatzeinheit beträgt dabei 30 Einsatzkräfte, darunter ein Arzt mit der Qualifikation zum
Notarzt ("Fachkundenachweis Rettungsdienst"). Um eine möglichst ständige Verfügbarkeit der vollen
Personalstärke sicherzustellen, sind die Angehörigen der Einsatzeinheit mit sogenannten
Funkmeldeempfänger ausgestattet. |
| Die Einsatzeinheit kann damit bei allen unvorhergesehenen Schadenereignissen in ihrem
Stationierungsbereich oder auch überörtlich zur Unterstützung des Rettungsdienstes eingesetzt werden. |
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Die Einsatzeinheiten im DRK-Kreisverband Stuttgart
In der Landeshauptstadt Stuttgart werden vier Einsatzeinheiten durch die Ehrenamtlichen des DRK-Kreisverband
Stuttgart besetzt. Die Bereitschaft Feuerbach stellt dabei gemeinsam mit der Bereitschaft Stammheim die Kräfte
der Einsatzeinheit Stuttgart II. |
| Alle Helferinnen und Helfer der Einheit erhalten zunächst eine überschaubare Grundausbildung. Dies ist die
Sanitätsausbildung SanA, B, C. Ergänzt wird diese Grundausbildung durch Lehrgänge für den Betreuungsdienst,
eine Grundausbildung in Technik und Sicherheit sowie Grundlagen der Einsatztaktik. Die Ehrenamtlichen der
Bereitschaft Feuerbach werden darüber hinaus mit dem Kurs "Notfalltraining zur Frühdefibrillation" ausgebildet.
Ständige Aus- und Weiterbildungen in den verschiedensten Gebieten sorgen dafür, dass die Einsatzkräfte ihr Wissen
und ihre Kenntnisse laufend auffrischen können. |
| Die Mitwirkung des DRK im Katastrophenschutz macht es möglich, dass wehrdienst- oder zivildienstpflichtige
junge Männer von ihrer Wehrpflicht freigestellt und sich für zur Zeit sechs Jahre zum Dienst im Katastrophenschutz
verpflichten können. |