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Deutsches Rotes Kreuz Stuttgart-Feuerbach Bereitschaft 7
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13. September 2017
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Geschichte des Roten Kreuz
"Aber mein Freund, man macht keine Omelettes, ohne zuvor die Eier aufzuschlagen!"

Mit diesen Worten wurde Henry Dunant im kaiserlichen Quartier von Napoleon III empfangen, als er sich über die Nachlässigkeit gegenüber den Verwundeten auf dem Schlachtfeld erregte. Frankreich und Italien führten Krieg gegen Österreich, und gerade war die Schlacht zu Solferino zu Ende gegangen; überall auf dem Felde lagen stöhnend Verwundete, rot von Blut und vor Schmerz schier wahnsinnig. Für den Generalstab ein alltäglicher Anblick. Nicht einmal der Gnadenschuß wurde diesen menschlichen "Wegwerfartikeln" gewährt, geschweige denn ärztliche Unterstützung: Fachpersonal war kaum vorhanden, ebensowenig gab es medizinische Ausrüstung, Medikamente und Betäubungsmittel. Und nun verlangte ein dahergelaufener Genfer sogar, daß die Feinde behandelt werden sollten? Das war doch allerhand. Dennoch tat Henry Dunant sein Bestes, um den Verwundeten Hilfe zukommen zu lassen. Bald fanden sich Mitstreiter, sowohl Frauen als auch Männer stellten sich in seinen Dienst. Ja sogar Kinder verausgabten sich für die Verletzten. An jenem Junitag des Jahres 1859 wurde die Idee einer Gesellschaft für die Unterstützung von Verwundeten geboren. Daraus sollte zehn Jahre später das Rote Kreuz hervorgehen.

Als die Opfer des Kampfes einigermaßen verpflegt waren, machte sich Dunant nach Paris auf, wo er über sein Erlebnis berichtete. Danach kehrte er in seine Heimatstadt Genf zurück, um das erfolgreiche Buch "Erinnerung an Solferino" zu schreiben. Seine Schilderungen fanden sehr guten Anklang und verschafften ihm viel Sympathie in der Oberschicht. Ermutigt durch den Widerhall seiner Memoiren, begann der Schweizer, in den Hauptstädten Europas für seine Idee zu werben. Mit Erfolg: Auf sein Drängen hin lud die Schweizer Bundesregierung 1863 25 Staaten zu einer ersten diplomatischen Konferenz ein, um eine Vereinbarung über die Hilfe für Kriegsverwundete zu treffen. Am 22. August 1864 unterzeichneten die Delegierten aus 16 Nationen die "Genfer-Konvention" zur "Verbesserung des Schicksals der Kriegsverwundeten im Felddienst". Das Rote Kreuz war geboren.

Obwohl die Genfer Konvention nicht immer eingehalten, sondern des öfteren, zum Beispiel während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71, mißachtet wurde, entwickelte sich das Rote Kreuz fortwährend weiter. Der Kreis der Hilfe bedürftigen Menschen wurde ständig erweitert: 1899, bzw. 1907 wurde ein Abkommen über den Seekrieg, 1929 ein Vertrag über die Behandlung der Kriegsgefangenen geschlossen. Letzterem traten bis 1939 45 Staaten bei. Von besonderer Wichtigkeit ist aber auch das IV. Genfer Abkommen von 1949 zum Schutz der Zivilpersonen im Kriegsfall. Im Bewußtsein der unsagbaren Leiden der Bevölkerung während des erst kürzlich zu Ende gegangenen II. Weltkrieges wurde diese Konvention allgemein anerkannt. Im selben Jahr erlebte das Rote Kreuz seine zweite Geburt: Das gesamte Genfer Recht wurde in 4 Verträgen neu formuliert.

Nach dem Beitritt von 165 Staaten der Erde, darunter die USA, Rußland und die Volksrepublik China, stellt das Genfer Rotkreuz-Abkommen das umfassendste Vertragswerk des Völkerrechts dar. Die Bundesrepublik Deutschland trat 1954 bei.

Text von Peter Kohlheim